- Deutscher Name: Gelbmaul-Muräne
- Englischer Name: Yellowmouth moray eal
- Biologischer Name: Gymnothorax nudivomer
Die Gelbmaul-Muräne ist eine beeindruckende, großwüchsige Muränenart aus dem Roten Meer. Ihren Namen verdankt sie dem leuchtend gelben Inneren ihres Mauls, ein auffälliges Merkmal, das man beim genauen Hinsehen sofort erkennt.
Größe: bis zu 180 cm
Alter: etwa 10–40 Jahre
Familie: Muränen (Muraenidae)
Merkmale
Wie alle Muränen besitzt sie einen langgezogenen, schlangenförmigen und seitlich abgeflachten Körper. Ihre Haut ist schuppenlos und mit einer dicken Schleimschicht überzogen, die an der Luft klebrig wird.
Die Maulspalte reicht weit hinter die Augen und ist sehr tief. Die Schnauze wirkt eher kurz und stumpf. Das Innere des Mauls ist intensiv gelb gefärbt – das namensgebende Erkennungsmerkmal.
Das Maul ist mit zahlreichen scharfen Zähnen besetzt, die größten davon sind fein gesägt. Ihr Sehvermögen ist schwach, dafür ist ihr Geruchssinn hervorragend entwickelt.
Die Grundfärbung ist bräunlich, der Kopf meist etwas heller. Der gesamte Körper ist mit feinen weißlichen Punkten bedeckt, die dunkelbraun eingesäumt sind und Richtung Schwanz größer werden. Rücken-, Schwanz- und Afterflosse sind zu einem durchgehenden Flossensaum verwachsen. Bauch- und Brustflossen besitzt sie nicht.
Lebensraum
Die Gelbmaul-Muräne ist im gesamten Indopazifik verbreitet, von der Ostküste Afrikas und dem Roten Meer über Polynesien und Hawaii bis nach Südjapan und Neukaledonien.
Sie lebt versteckt in Spalten und Höhlen an den Außenhängen von Korallenriffen in Tiefen bis zu 280 Metern. Am häufigsten begegnet man ihr jedoch in etwa 30 Metern Tiefe.
Lebensweise und Nahrung
Tagsüber hält sie sich meist verborgen in Felsspalten auf. Sie ernährt sich hauptsächlich von Fischen und Krebstieren.
Ist die Gelbmaul-Muräne gefährlich?
Grundsätzlich ist sie nicht aggressiv. Wie alle Muränen kann sie jedoch beißen, wenn sie sich bedroht fühlt oder provoziert wird.
Besonders wichtig:
Ihr Hautschleim enthält Giftstoffe wie Crinotoxin und Hämagglutinin. Auch ihr Blut enthält hämolytische Proteine. Gelangt das Gift durch einen Biss in die Wunde, kann dies schwere Komplikationen verursachen. Zusätzlich können Bissverletzungen durch Bakterien im Maul zu Infektionen führen.
Im Falle eines Bisses sollte sofort medizinische Hilfe aufgesucht werden.
Fortpflanzung
Über die Fortpflanzungsbiologie dieser Art liegen bislang keine gesicherten Erkenntnisse vor. Einige Muränenarten können im Laufe ihres Lebens ihr Geschlecht wechseln. Bei der Balz richten Muränen ihren Körper auf, öffnen weit das Maul und umschlingen sich.
Taucher-Tipp
Bitte keine Hände in Höhlen oder Spalten stecken. Muränen sind faszinierende Riffbewohner, reagieren aber empfindlich auf Störungen. Mit etwas Abstand lässt sich ihr Verhalten sicher und entspannt beobachten.

