- Biologischer Name: Lactoria diaphana
- Deutsche Bezeichnung: Pyramiden-Kofferfisch
- Englisch: Pyramid Boxfish
Der Pyramiden-Kofferfisch gehört zur Familie der Kofferfische (Ostraciidae) und ist ein eher seltener und besonderer Bewohner der Korallenriffe. Seinen Namen verdankt er seiner markanten, kantigen Körperform, die an eine kleine Pyramide erinnert. Wie alle Kofferfische besitzt er einen knöchernen Panzer aus miteinander verbundenen Platten, der ihm Schutz vor Fressfeinden bietet.
Er erreicht eine Körperlänge von etwa 10–15 cm. Seine Färbung ist meist hell, oft beige bis gelblich, mit feinen Mustern oder Punkten, die ihm eine gute Tarnung im Riff ermöglichen. Seine kleinen Flossen bewegen sich schnell und gleichmäßig, wodurch er scheinbar schwerelos und fast schwebend durchs Wasser gleitet.
Charakteristisch ist sein eckiger, „boxartiger“ Körper mit kleinen, vorstehenden Augen und einem eher kleinen Kuss-Maul. Trotz seiner starren Körperform ist er ein erstaunlich präziser Schwimmer.
Lebensraum
Der Pyramidenkofferfisch lebt im Indopazifik und ist auch im Roten Meer anzutreffen. Er bevorzugt geschützte Korallenriffe, Lagunen und Bereiche mit vielen Versteckmöglichkeiten – meist in ruhigem Wasser und in mittleren Tiefen.
Verhalten
Der Pyramiden-Kofferfisch ist eher scheu und zurückhaltend. Meist trifft man ihn allein oder paarweise an, oft in der Nähe von Korallenblöcken, in die er sich bei Gefahr schnell zurückzieht. Aufgrund seines langsamen Schwimmstils verlässt er sich stark auf Tarnung und seine stabile Körperstruktur.
Wie viele Kofferfische kann auch er bei Stress ein giftiges Sekret (Ostracitoxin) absondern, das potenzielle Angreifer abschreckt. Für Taucher gilt daher: beobachten, aber niemals bedrängen oder anfassen.
Nahrung
Er ernährt sich hauptsächlich von kleinen wirbellosen Tieren, Algen und organischem Material, das er zwischen Korallen oder am Riffsubstrat findet. Mit seinem kleinen Maul pickt er gezielt nach Nahrung.
Wo ist er zu finden?
Im Roten Meer entdeckt man den Pyramidenkofferfisch meist mit etwas Glück, oft gut versteckt zwischen Korallen oder ruhig schwebend entlang des Riffs. Aufgrund seiner Seltenheit und seiner zurückhaltenden Art gehört jede Begegnung zu den besonderen Momenten unter Wasser.
Für aufmerksame Taucher ist er ein echtes Highlight und ein wunderbares Beispiel dafür, wie außergewöhnlich Formen und Anpassungen im Meer sein können.


