Red Sea Walkman

  • Biologischer Name: Inimicus didactylus
  • Deutsche Bezeichnung: Red Sea Walkman / Dämonen-Steinfisch
  • Englisch: Sea Goblin, Demon Stinger, Devil Stinger

Der Red Sea Walkman gehört zur Gattung Inimicus und ist eng mit den echten Steinfischen verwandt. Er zählt zu den giftigen Knochenfischen und ist perfekt an das Leben am Meeresboden angepasst. Seinen ungewöhnlichen Spitznamen „Walkman“ verdankt er seiner besonderen Fortbewegungsart: Er „läuft“ förmlich über den Sandboden.

Er erreicht eine Körperlänge von bis zu 25–26 cm. Seine Färbung ist rötlich bis sandgelb mit hellen Flecken – eine perfekte Tarnung auf sandigem oder koralligem Untergrund. Die Haut wirkt warzenartig und unregelmäßig, ist mit Stacheln besetzt und verleiht ihm ein knubbeliges, fast urzeitliches Aussehen.

Charakteristisch ist sein abgeflachter Kopf mit nach oben gerichteten Augen und Maul. Zwei abgesetzte, untere Brustflossenstrahlen nutzt er wie kleine „Beine“, um sich langsam über den Meeresboden zu bewegen oder sich im Sand abzustützen.

Lebensraum

Inimicus didactylus lebt im Indopazifik und ist auch im Roten Meer anzutreffen. Er bevorzugt sandige Bereiche, Lagunen, Riffdächer und Mischzonen aus Sand und Korallen – meist in geringen bis mittleren Tiefen.

Verhalten

Der Red Sea Walkman ist nachtaktiv. Tagsüber liegt er meist halb im Sand eingegraben oder gut getarnt auf dem Meeresboden. Als Lauerjäger wartet er regungslos auf vorbeischwimmende Beute. Wird er gestört, spreizt er seine auffällig gefärbten Brust- und Schwanzflossen als Warnsignal.

Seine Rückenstacheln sind giftig und dienen ausschließlich der Verteidigung. Deshalb gilt wie bei allen gut getarnten Bodenbewohnern: Nicht anfassen und ausreichend Abstand halten.

Nahrung

Er ernährt sich überwiegend von kleinen Fischen und anderen bodennah lebenden Tieren. Als Ansitzjäger schlägt er blitzschnell zu, sobald sich Beute in Reichweite befindet.

Wo ist er zu finden?

Im Roten Meer entdeckt man den Red Sea Walkman vor allem auf sandigen Flächen zwischen Korallenblöcken oder am Rand von Riffen. Aufgrund seiner perfekten Tarnung ist er jedoch schwer zu erkennen – oft entdeckt man ihn erst auf den zweiten Blick.

Für aufmerksame Taucher ist er eine faszinierende Begegnung und ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie raffiniert sich Meereslebewesen an ihren Lebensraum angepasst haben.

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