Riesenmuräne

  • Deutscher Name: Riesenmuräne
  • Englischer Name: Giant moray eal
  • Biologischer Name: Gymnothorax javanicus

Die Riesenmuräne ist die größte Muränenart im Roten Meer und ein beeindruckender Anblick. Mit ihrem kräftigen Körper und dem markanten Kopf wirkt sie auf viele Taucher zunächst respekteinflößend. Doch trotz ihres wilden Aussehens ist sie in der Regel kein aggressiver Fisch.

Größe: durchschnittlich 1,5–2 Meter
Maximale Länge: bis zu 3 Meter
Gewicht: über 30 kg möglich
Lebensraum: Korallenriffe, Höhlen, Spalten und Überhänge

Merkmale

Die Riesenmuräne besitzt einen langgestreckten, schlangenartigen Körper ohne Brustflossen. Ihre Färbung ist meist gelblich-braun bis dunkelbraun mit dunkler, netzartiger Zeichnung. Jungtiere sind oft kontrastreicher gefärbt als erwachsene Tiere.

Typisch ist das scheinbar „drohende“ Öffnen und Schließen des Mauls – dabei handelt es sich jedoch um normales Atmen. Muränen müssen ihr Maul öffnen, um Wasser über ihre Kiemen strömen zu lassen.

Lebensweise

Riesenmuränen sind meist dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber liegen sie mit dem Kopf aus ihrer Höhle ragend im Riff.

Sie ernähren sich hauptsächlich von Fischen, Tintenfischen und Krebstieren. Beim Jagen arbeiten sie gelegentlich sogar mit Zackenbarschen zusammen – eine faszinierende Form der Kooperation im Riff.

Trotz ihrer Größe greifen sie Menschen normalerweise nicht an. Bisse passieren fast ausschließlich, wenn sie sich bedroht fühlen oder beim Füttern irritiert werden.

Fortpflanzung

Über das Fortpflanzungsverhalten ist vergleichsweise wenig bekannt. Wie andere Muränen durchlaufen sie ein Larvenstadium (Leptocephalus), bevor sie sich zum ausgewachsenen Tier entwickeln.

Vorkommen

Die Riesenmuräne ist im gesamten Indopazifik verbreitet, einschließlich des Roten Meeres.

Taucher-Tipp

Bitte Muränen niemals füttern und ausreichend Abstand halten. Hände gehören nicht in Höhlen oder Felsspalten – dort könnte bereits jemand wohnen.

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