Oktopus

  • Biologischer Name: Octopus cyanea / Octopus vulgaris
  • Deutsche Bezeichnung: Oktopus / Krake
  • Englisch: Octopus

Oktopusse gehören zu den faszinierendsten und intelligentesten Bewohnern des Roten Meeres. Mit ihren acht flexiblen Armen, ihren neugierigen Augen und der Fähigkeit, ihre Farbe und Hautstruktur in Sekunden zu verändern, wirken sie fast wie wahre Meister der Tarnung und des Verschwindens. Oft bemerkt man sie erst, wenn sie sich langsam wieder aus dem Riff „herauslösen“.

Lebensraum

Oktopusse leben in Korallenriffen, zwischen Felsen, in Höhlen und Spalten oder im sandigen Bereich nahe des Riffs. Im Roten Meer findet man sie besonders häufig in geschützten Riffzonen, an Korallenblöcken und in kleinen Verstecken, die sie sich selbst bauen oder übernehmen.

Nahrung

Sie sind aktive Jäger und ernähren sich von Krebsen, Garnelen, Muscheln und kleinen Fischen. Mit ihren starken Saugnäpfen können sie Beute ertasten, festhalten und sogar Schalen öffnen. 

Wo sie zu finden sind

Im Roten Meer verraten sie sich oft durch eine leichte Bewegung im Sand oder man achtet auf einen „falschen Stein“, der plötzlich die Farbe verändert.

Besondere Fähigkeiten

Oktopusse sind Meister der Tarnung. Sie können nicht nur ihre Farbe ändern, sondern auch Muster und Hautstruktur anpassen: von glatt bis stark strukturiert. Außerdem können sie sich extrem flexibel durch kleinste Öffnungen zwängen, da sie keinen starren Körper besitzen.

Fun Facts

  • Oktopusse haben drei Herzen: zwei pumpen Blut zu den Kiemen, eines versorgt den restlichen Körper.
  • Ihr Blut ist blau, da es Kupfer statt Eisen enthält.
  • Ein Arm der Männchen dient tatsächlich als Fortpflanzungsorgan: Der sogenannte „Hectocotylus“-Arm wird beim Männchen zur Übertragung der Spermien genutzt.
  • Weibliche Oktopusse sind außergewöhnlich fürsorgliche Mütter. Sie bewachen und pflegen ihre Eier oft wochen- oder monatelang, verzichten dabei fast komplett auf Nahrung und sterben meist kurz nachdem die Jungtiere schlüpfen. 
  • Wenn ein Oktopus schwimmt, stoppt eines der Herzen kurz, deshalb kriechen sie lieber, als zu schwimmen.
  • Jeder Arm hat ein eigenes „Mini-Gehirn“ mit vielen Nervenzellen, wodurch er teilweise unabhängig handeln kann.
  • Sie können Werkzeuge benutzen, zum Beispiel Kokosnussschalen oder Steine als Schutz.
  • Ihr Gehirn ist extrem groß im Verhältnis zum Körper und sie gelten als die intelligentesten wirbellosen Tiere der Welt.

Ein spannender Fakt

Oktopusse können nicht nur komplexe Probleme lösen, sondern auch sehr individuell reagieren, kein Tier verhält sich wie das andere. Manche sind neugierig und kommen Tauchern näher, andere bleiben extrem scheu und unsichtbar im Riff.

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